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Facebook © morganimation - Fotolia.com

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Facebook stand schon lange vor allem wegen ihres Umgangs mit Datenschutz in der Kritik, jetzt hat das bedeutendste Soziale Netzwerk angekündigt Änderungen einzuführen. Die US-Handelskommission hat Facebook in sieben Punkten  bezogen auf Verletzungen der Privatsphäre der Nutzer_innen kritisiert. Daraufhin hat jetzt Mark Zuckerberg, Gründer des Netzwerks, eine Erklärung abgegeben, in der er zugibt, dass Fehler begangen worden sind und Änderungen verspricht.

Ein Vorwurf der Federal Trade Commission besagt, dass Drittanbieter fast alle Daten der Nutzer_innen einsehen könnten, obwohl Facebook behauptet, sie bekämen nur die für die jeweilige App benötigten Daten. Außerdem habe Facebook fälschlicherweise behauptet, dass es ein Programm gäbe, dass alle Apps auf der Seite überprüfe. Weiter würden Nutzer_innendaten an Werbetreibende verkauft, obwohl von Seiten Facebooks immer behauptet wurde, dies passiere nicht. Auch jetzt noch weist Facebook diesen Vorwurf von sich und hat erklärt, dass es sich um einen technischen Fehler und einen Einzelfall gehandelt habe. Außerdem beklagt die FTC, dass auch die Maßgaben des Safe-Harbor-Abkommens der EU mit den USA nicht eingehalten würden. Dieses erlaubt nämlich die Übermittlung personenbezogener Daten in die USA nur unter speziellen Bedingungen.

Wichtig zu bemerken ist, dass die FTC immer bei Verdacht auf einen Gesetzesverstoß Beschwerde einlegt, eine Einigung mit der Kommission aber nicht gleichbedeutend mit einem Eingeständnis ist und Facebook somit eine Klage umgehen kann.

Für die Einigung muss Facebook aber nun immerhin bedeutende Änderungen vorschlagen und diese auch einführen. Beispielsweise müssen Nutzer_innen jetzt immer ausdrücklich um Erlaubnis gefragte werden, wenn Daten über die persönlichen Privatsphäre-Einstellungen hinaus weitergegeben werden sollen.

Facebook soll also seine Strategie ändern, zuerst unangekündigt Änderungen standardmäßig einzuführen und es dann den Nutzer_innen zu überlassen, ob sie die neue Anwendung deaktivieren oder nicht.

Das Netzwerk wird nun alle zwei Jahre von einem unabhängigen Datenschutzexperten überprüft und bewertet.

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