
Hochzeit, Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
Die Hochzeit von Prinz William und seiner Kate steht kurz bevor und ganz England ist im Freudentaumel. Doch wer soll die Zeche zahlen? Zum Vergleich: die Hochzeit von Prinzessin Diana und Prinz Charles kostete insgesamt knapp 35 Millionen Euro.
Der Staatshaushalt Englands jedenfalls ist nach der Wirtschaftskrise erheblich unter Druck und auch die Privatschatulle der Königin hat schon vollere Zeiten gesehen. Denn die letzte “Lohnerhöhung” der Quenn ist schon über 20 Jahre her und stagniert seitdem bei 9,1 Millionen Euro. Reisekosten und Kosten für den Unterhalt der königlichen Anwesen nicht inklusive. Laut “Forbes” beläuft sich das königliche Vermögen derzeit auf rund 317 Millionen Euro. Davon will die Queen nun einen Großteil der Hochzeitskosten selbst tragen – von einem “sechsstelligen Betrag” ist die Rede. Aber auch die Familie der Braut und Prinz Charles wollen etwas dazugeben. Es sieht also nicht schlecht aus – genügend Geld wird schon “zusammenzukratzen” sein.
Doch abseits von Hochzeitskleid und abendlichem Dinner – wer soll die Kosten für die Sicherheitskräfte tragen? Zahlen sollen das die Steuerzahler. Und die zahlen jährlich laut der Monarchie-kritischen Organisation “Republic” ohnehin schon über 207 Millionen Euro für den Buckingham Palace. Ob die Hochzeit daneben auch einen positiven Effekt auf die britische Wirtschaft hat, ist umstritten. Da der Hochzeitstag am 29. April arbeitsfrei ist, könnten allein dadurch Mehrkosten in Höhe von bis zu sieben Millionen Euro entstehen. Hingegen sei aber auch ein positiver Werbeeffekt für England zu erwarten. Doch es gibt auch durchaus Gruppen, die ausschließlich von der Traumhochzeit profitieren werden. So freut sich etwa die staatliche Tourismusagentur “Visit Britain” auf die Einnahmen aus dem Hochzeitstourismus.