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Z3, Foto von phrenologist/flickr.com

Z3, Foto von phrenologist/flickr.com

Vor 70 Jahren wurde der erste Computer von Konrad Zuse in Berlin vorgestellt. Die Grundlage für das was heute im Alltag undenkbar ist und in unserem Handys und Smartphones steckt, wurde damals gelegt. Heutzutage können sich die meisten Leute ein Leben ohne Computer nicht mehr vorstellen. Nicht nur für Kinder sind Computer inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden, die unseren Alltag beherrscht. Viele wissen dabei nicht, dass der erste Computer hierzulande entstanden ist, sondern sind der Meinung Bill Gates oder Steve Jobs hätten den Computer erfunden. Dabei ist es eine wahrhaft revolutionäre Leistung gewesen, die Konrad Zuse vor 70 Jahren vollbracht hat.

Im Jahr 1941 entwickelte er mit dem Z3 den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten Computer der Welt. Der Computer arbeitet mit binärer Gleitkommarechnung. Im Gegensatz zu den Minirechnern, die wir täglich mit uns rumtragen, war der Z3 ein regelrechtes Monstrum. Mehr als eine Tonne wog der Rechner und war so groß wie eine Wohnzimmerschrankwand. Auch die Funktionen waren noch nicht besonders weit entwickelt. Immerhin konnte er aber in drei Sekunden multiplizieren, dividieren und Quadratwurzeln ziehen. Am 12. Mai 1941 präsentierte Zuse seinen Rechner in seiner Werkstatt in Kreuzberg. Besonders beeindruckt zeigte sich die Presse allerdings nicht. Man muss aber bedenken, dass damals auch der Krieg tobte. Unter diesen Umständen wurde der Original Z3 im Jahr 1943 bei einem Bombenangriff zerstört. Deswegen präsentierte sein Sohn Horst Zuse jetzt anlässlich des 100-jährigen Jubiläums eine originalgetreue Rekonstruktion des ersten Computers. Der Filius will damit zeigen, wie Revolutionär die Technik seines Vaters war und bis heute der Standard ist. Denn in der Tat stecken viele Ideen auch heute noch in den Rechnern. Nur an der Größe hat sich einiges geändert.

 

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