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Ökostrom, Foto von laerpel/flickr.com

Ökostrom, Foto von laerpel/flickr.com

Der Ausbau von erneuerbarer Energie soll weiter beschleunigt werden. Umweltminister Röttgen will eine zusätzliche Prämie für Ökostromproduzenten zahlen und die Förderung umfassend reformieren. Nach Medienberichten zufolge soll in Zukunft Energie aus Wind, Sonne und Biogas verstärkt dann eingespeist werden wenn die Nachfrage groß ist. Dafür wird eine optionale Marktprämie sorgen. Zudem soll der Ausbau von Windenergie auf See und Geothermen durch finanzielle Anreize gefördert werden. Kürzungen sind hingegen für Windanlagen an Land und Energieerzeugung durch Biomasse vorgesehen. Konkret bedeutet das, dass die Anfangsvergütung für eine neue Offshore-Windkraftanalage von 13 auf 15 Cent pro Kilowattstunde ansteigen wird.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist weiterhin die Richtlinie und Strom aus erneuerbaren Quellen habe weiterhin den Einspeisevorrang. Bei einem Überangebot werden also zunächst die Kohle-, Gas. Oder Kernkraftwerke abgeschaltet und der Ökostrom behält den Vorrang.

Bisher richten sich die Anbieter von Ökostrom nicht nach der Nachfrage, sondern speisen ihren Strom dann ins Netz, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Doch wenn der Anteil der erneuerbaren Energie bis zum Jahr 2020 von 17 Prozent auf 35 Prozent steigen soll, dann müssen auch die Ökostromproduzenten einen Weg finden ihren Strom auf Nachfrage hin einzuspeisen. Es muss also ein effizienter Weg gefunden werden den Ökostrom zu speichern, ansonsten funktioniert das Stromnetz nicht.

Während der Ökostrom weiter gefördert wird, streiten sich die Atomkonzerne mit den Umweltverbänden um den Atomausstieg. Die Atomkonzerne halten einen Ausstieg vor dem Jahr 2025 für unrealistisch und fordern vielmehr einen flexiblen Plan. Die Umweltverbände verlangen dagegen ein festes Datum, an dem die deutschen Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet werden. Im vergangenen Monat ist laut Medienberichten der Anteil an Kernenergie weiter um rund elf Prozent gesunken, da seit Anfang Mai nur noch sechs der 17 deutschen Kernkraftwerke am Netz sind.

 

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