
Sony Slider, Quelle: Yume Photo_flickr
Mitte der 90er Jahre war Nokia der Vorreiter in Sachen Handy. Mit der Communicator-Serie verbaute das Unternehmen erstmals eine komplette Minitastatur. Doch mit den iPhones kam eine starke Konkurrenz, die mittlerweile durchaus beliebter beim Kunden ist. Dennoch greifen gerade in Businessbereichen die Verbraucher verstärkt auf Smartphones mit Tastatur zurück, beispielsweise zum BlackBerry.
Der Vorteil einer richtigen Tastatur liegt darin, dass Tasten gezielt getippt werden müssen; ein falscher Drücker wie beim Touchscreen ist nicht so schnell möglich. Außerdem ist der Bildschirm bei einer virtuellen Schreibtastatur mehr als die Hälfte bedeckt, beim Handy mit mechanischen Tasten bleibt die volle Bildschirmgröße für das Schreibfenster erhalten. Computer Bild hat verschiedenste Modelle der Smartphones getestet.
Die Handys mit Tastatur sind insgesamt schwerer als jene mit Touchscreen, etwas teurer und auch dicker im Umfang. Für die Bequemlichkeit beim Schreiben ist die Art der Tastatur entscheidend. Manche Handy wie das BlackBerry Curie 8520 vereinen Display und Tastatur auf einer Ebene. Andere Marken setzen auf die Slider-Bauweise. So kann die Tastatur über die gesamte Größe des Handys verlaufen und dementsprechend größere Tasten anbieten. Ein bequemeres Tippen ist möglich und besonders für Vielschreiber geeignet. Im Test war das Handy mit der besten Tastatur (fester Druckpunkt, echte Umlauttasten, Slider-Mechansimus) das Nokia E7. Zusätzlich neigt sich der Bildschirm beim aufgeklappten Slider-Mechansimus leicht nach vorn, um eine bessere Sicht zu ermöglichen, genauso beim HTC 7 Pro. Ideal also, um unterwegs mal schnell eine E-Mail zu schreiben, per Chat das nächste Treffen zu vereinbaren oder Office-Dokumente anzusehen. Die Bearbeitung verschiedener Word-, Power-Point oder Excel-Dateien ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Auf dem Markt sind derzeit alle Handys mit Touchscreen ausgestattet, abgesehen vom BlackBerry Curie 8520 und dem Nokia 6760. Im Test für den größten Bildschirm lag das Nokia E7 an erster Stelle. Andere Anbieter überzeugen aber mit mehr Schärfe. Eine wichtige Aufgabe von Smartphones ist es, Internetseiten aufzurufen. Schnell und zuverlässig arbeitet der Browser im Android-Handy Desire Z. Der HTC 7 – Browser ist zwar auch schnell, scheitert aber an vielen Internetseiten. Der Browser beim Nokia ist zu langsam. Für die Musik sind alle Handys mit einem MP3-Player ausgestattet. Das Nokia E7 lässt sich sogar als Media-Player nutzen und bringt entsprechende Adapter mit. Kameras in den Handys zeigen sehr unterschiedliche Qualitäten, die vom E7 aber überzeugt. HD-Videos sind beim Milestone 2, HTC 7 Pro, Nokia E7 und Desire Z möglich. Die Navigationsanwendung funktioniert beim Nokia ohne große Probleme, beim HTC 7 Pro hingegen ist ein Zusatzprogramm etwas von Navigon nötig.