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Pflegepersonal, Foto von rosmary/flickr.com

Pflegepersonal, Foto von rosmary/flickr.com

Dass es in der Pflegebranche an Arbeitskräften mangelt und oftmals auch aufgrund der schlechten Bezahlung der Pflegekräfte, der steigenden Nachfrage nach ambulante und stationärer Pflege und auch der enormen Kosten, die für die Betroffenen und die Krankenkassen anfallen, eine optimale oder auch manchmal notwendige Betreuung nicht möglich ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr.

Vernetze Heimtechnik soll mittels Sensoren in Teppichen, die dann über Stürze informieren können oder einem Spiegel, der auf das Kämmen hinweist, den Betroffenen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen und gleichzeitig die Pfleger unterstützen und so eine effizientere und zielgenauere Betreuung zu gewährleisten.

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) beschäftigen sich in ihren gegenwärtigen Arbeiten verstärkt mit dem Thema Heimvernetzung. Dies spiegelt sich konkret in der Entwicklung des Programms Daily Care wider, welches das Befinden des Anwenders erfassen kann und diese Informationen und Daten dann zielgenau an das Pflegepersonal oder den Arzt übermitteln kann. So kann sich beispielsweise ein Gang zum Arzt bei chronisch kranken Menschen gespart werden und es liegt in der Hand der Ärzte, anhand der Informationen über eine Reaktion oder Behandlung zu entscheiden. Dies wiederum könnte auch zu einer Kostensenkung im Gesundheitssystem führen.

Die dafür eigenes eingerichtete Arbeitsgruppe am ISST mit dem Namen Health & Care Solutions entwickelte zudem einen Waschtisch mit einem interaktiven Spiegel, der mittels Sensoren dem Anwender bei der Körperpflege unterstützen kann. Insbesondere für Demenzkranke können Kameras, Internet und Sensoren ein selbstbestimmtes Leben über einen längeren Zeitraum bedeuten und die ersten Schritte in diese Richtung werden aktuell getan. Man plant langfristig, die Abläufe zu automatisieren bis hin zur Kontrolle von Exkrementen, die ja im Endeffekt auch relevante Daten über den Gesundheitszustand enthalten können. Allerdings stehen hier noch Diskussionen darüber bevor, welcher Art von technologischen Hilfsmitteln nicht nur eine zusätzliche Beiladung im symbolischen Sinn in den Tagesabläufen bedeutet, sondern tatsächlich im alltäglichen Einsatz eine Entlastung für alle Gruppen von Interessenten in Form des Betroffenen selbst, der Angehörigen, der Ärzte und des Pflegepersonals bedeuten können.

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